„HACKstücke“ und „artHACKs“ – Crossmediale Kunstvermittlung gestartet


Kooperationsprojekt des Wilhelm-Hack-Museums mit OK-TV Ludwigshafen.
 



 

 


Kunst hat nicht nur in Museum ihren festen Platz, sondern auch im öffentlichen Raum, zuhause und in der Schule. Das Wilhelm-Hack-Museum produziert im Moment gleich mehrere Filmreihen in Kooperation mit dem OK-TV Ludwigshafen. Im Rahmen eines Ausbildungsprojektes begleitet daher seit Mitte März der „Offene Kanal Ludwigshafen“ Museumsmitarbeiter*innen, Kunstvermittlerinnen und Künstlerinnen mit der Kamera. In den Ausstellungsräumlichkeiten, im Depot und im Museumsatelier finden Werkbesprechungen statt, Lieblingsbilder werden vorgestellt oder „Kreativ-Tutorials“ durchgeführt – immer mit dabei: ein zwei bis drei-köpfiges Team von OK-TV, bestehend aus FSJ-lern und Auszubildenden.
 
Unterteilt in verschieden Kategorien („artHACKs“, „HACKstücke“, „hack-museumsgARTen“, „Darf ich dir meine Sammlung zeigent?“), sind bislang bereits mehr als zehn solcher Videos entstanden – variieren je nach Reihe und Thema zwischen sechs und 15 Minuten.
 
So stehen bei den sog. „artHACKs“ aus dem Museumsatelier mit Künstlerin und Kunstvermittlerin Valentina Jaffé besonders die Technik und Machart der vorgestellten Arbeiten im Fokus. Im Tutorial „Action Painting nach Jackson Pollock“, gibt es daher einen kurzen Exkurs vor dem Originalgemälde von Jackson Pollock, dem Begründer des Action Paintings, bevor es im Atelier mit Papier und Pinsel weitergeht. Anhand des Werkes „Komet“ erklärt Jaffé: „[…] Jackson Pollock malt nicht mit dem Pinsel auf die Leinwand, sondern er hat die Leinwände meist auf den Boden gelegt, sich um die Leinwand bewegt und dann in wilden Bewegungen die Farbe auf die Leinwand tropfen lassen.“ Moderne Kunst dient eben nicht nur zum Anschauen, sondern eröffnet auch Möglichkeiten zum Mit- und Nachmachen. Das Spektrum reicht von einem Blick hinter die Technik des Action Painting von Jackson Pollock, über Experimente mit der Farbschleuder bis zur Erzeugung von „Licht und Schatten“-Effekten durch Transparenz.
Bei der Filmreihe „HACKstücke“ stehen die Hintergründe und Kontexte der Kunstwerke im Zentrum. Kunsthistorikerin Ursula Dann, welche schon seit mehreren Jahren Führungen im Wilhelm-Hack-Museum gibt, wird bald mit einer ganzen Serie von Werkbesprechungen bei Youtube zu finden sein. Derzeit erläutert die Kunstvermittlerin u. a. die Entstehungsgeschichten und kunsthistorischen Zusammenhänge einzelner Werke August Mackes und Ernst Ludwig Kirchners. Den Auftakt der Reihe „Darf ich dir meine Sammlung zeigen“ macht Museumsdirektor René Zechlin mit der Besprechung eines seiner Lieblingswerke, dem „Vorüberreiten eines grünes Pferdes“ des französischen Künstlers Jacques de la Villeglé.
 
Mit diesem crossmedialen Kooperationsprojekt zwischen Internet und TV-Bildschirm weiten das Wilhelm-Hack-Musuem und OK-TV Ludwigshafen die seit 2008 bestehende Zusammenarbeit weiter aus. „Wir freuen uns – auch vor dem Hintergrund der Coronakrise und einer weiteren mehrmonatigen Schließung des Wilhelm-Hack-Museums aufgrund einer Brandschutzsanierung im Herbst 2020 - mediale Präsenz zu zeigen und neue Blicke auf die Sammlung zu werfen. Gleichzeitig bilden „HACKstücke“ und „artHACKs“ ein herausragendes Ausbildungsprojekt für die angehenden Mediengestalter/innen von OK-TV Ludwigshafen. Dabei beschreiten wir auch innovative Wege der Kunstvermittlung unter schwierigen Rahmenbedingungen“, erklärten Museumsdirektor René Zechlin und OK-TV-Leiter Dr. Wolfgang Ressmann.
„arthacks und „Hackstücke“ können im Internet über die Youtube-Kanäle des „Wilhelm-Hack-Museums“ ( https://www.youtube.com/channel/UC4IyzM3TTTejtyJYof7_vCg ) und von OK-TV Ludwigshafen (https://www.youtube.com/user/OffenerKanalLU ) abgerufen werden. Beide Sendereihen laufen zudem regelmäßig im TV-Programm des Ludwigshafener Bürgersenders.