Wirtschaftsplan 2021 der Medienanstalt Rheinland-Pfalz beschlossen


Pressemitteilung Nr. 31/2020
 
Attraktive Orte der medialen Teilhabe schaffen, pädagogische Fachkräfte qualifizieren, digitale Kommunikationschancen fördern
Wirtschaftsplan 2021 der Medienanstalt Rheinland-Pfalz beschlossen

 
Ludwigshafen, 07. Dezember 2020
 
In ihrer Sitzung am 7. Dezember im Ludwigshafener Pfalzbau hat die Versammlung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz den Wirtschaftsplan 2021 verabschiedet, der ein Volumen von 9,0 Millionen Euro hat. Die Ausgabenschwerpunkte liegen in den Arbeitsbereichen Medienkompetenz, Medienförderung und Bürgermedien. Die Versammlung der Medienanstalt hat 2020 Zielpositionen zu diesen drei Kernthemen beschlossen, die ersten konkreten Maßnahmen zur Realisierung laufen derzeit an.

Albrecht Bähr, Vorsitzender der Versammlung der Medienanstalt RLP: „Die Medienanstalt steht für die Sicherung von Teilhabe und Vielfalt. Mit unseren Positionspapieren zu den Bereichen Medienförderung, Medienkompetenz und Bürgermedien geben wir der Medienanstalt ein Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre. Der Wirtschaftsplan 2021 bringt uns in der Realisierung dieses Programms einen großen Schritt voran. Die gewachsenen Aufgaben der Medienanstalt können wir aber nur dann auf sicherer Basis bewältigen, wenn der Konflikt um die Erhöhung der Rundfunkbeiträge beigelegt werden kann.“

Dr. Hanno Scherer, Vorsitzender des Ausschusses für Haushalt, Wirtschaft und Finanzen: „Auch der Haushalt der Medienanstalt für 2021 ist solide geplant und vernünftig. Die Medienanstalt setzt ihre begrenzten Ressourcen effizient für die Erfüllung ihrer Aufgaben und die Erreichung ihrer Ziele ein.“  

Der Wirtschaftsplan der Medienanstalt RLP sieht für das Jahr 2021 Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 9,0 Millionen Euro vor. Dabei werden auf der Einnahmenseite die Erträge in Höhe von 8,25 Millionen Euro durch eine planmäßige Entnahme aus der Rücklage ergänzt. Wie die Entwicklung des Finanz- und Wirtschaftsplans 2021 und die Mittelfristige Finanzplanung 2020 bis 2024 aufzeigt, ist eine Erhöhung des Rundfunkbeitrages zur Stabilisierung der Finanzlage in der kommenden Gebührenperiode ab 2021 absolut notwendig. Eine Erhöhung des Rundfunkbeitrages von derzeit 17,50 € auf 18,36 € würde für die Medienanstalt RLP, auf der Basis des Gebührenaufkommens 2021, zu Mehreinnahmen von rd. 360 T€ führen.  

Im Wirtschaftsjahr 2021 liegen die Schwerpunkte in den Bereichen Medienkompetenz, Medienförderung und Bürgermedien und orientieren sich an den Positionspapieren, die 2020 von der Versammlung der Medienanstalt zu diesen Bereichen verabschiedet wurden.

Bereich Bürgermedien: In nahezu allen Offenen Kanälen sollen künftig noch mehr junge Menschen ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren können. Das Ziel, dass die Programminhalte der Offenen Kanäle über die verschiedenen linearen und nonlinearen Ausspielkanäle verbreitet werden, spiegelt sich im Haushaltsansatz der Medienanstalt für die Einspeisung der Programmsignale. Unter Einbeziehung der lokalen Offenen Kanäle sollen in den nächsten Jahren neue attraktive Orte der medialen Teilhabe an ausgewählten Standorten entstehen – 2021 wird eine Modelleinrichtung in Speyer ihren Betrieb aufnehmen.

Bereich Medienkompetenz: Die geplante Modelleinrichtung in Speyer wird einen „Makerspace“ beinhalten, mit vielfältigen Chancen der medialen Teilhabe. Sie wird als Gemeinschaftsprojekt aus den Teams Bürgermedien und Medienkompetenz in der Medienanstalt konzipiert, geplant und betrieben werden. 2021 wird die Förderung der medienpädagogischen Kompetenzen von pädagogischen Fachkräften weiterhin einen Schwerpunkt bilden. Der Bedarf an neuen und innovativen Maßnahmen zur Aus- und Fortbildung von (medien)pädagogischem Fachpersonal in Kitas, Schulen sowie der außerschulischen Jugendarbeit ist hoch, ihm wird in Modellprojekten wie dem Kita-Fachschulprojekt, dem Fortbildungsprojekt für Lehrkräfte „Schule mittendrin“ und dem „Digitalen Werkzeugkoffer“ für Kultureinrichtungen Rechnung getragen.

Bereich Medienförderung: Das Team Medienförderung in der Medienanstalt hat bereits neue Projekte und Aktivitäten gestartet, die weit in das Jahr 2021 hineinreichen. Das erfolgreiche Digitalbotschafter*innen-Konzept wird fortgeführt und ausgeweitet. Im länderübergreifenden Projekt „DibiWohn“ und mit einer Ausstattungsoffensive der Stiftung MKFS für Senioreneinrichtungen in Rheinland-Pfalz wird die digitale Teilhabe Älterer verbessert. Die digitale Qualifizierung der Ehrenamtlichen im Land wird 2021 durch Kooperationen angegangen.

Im Bereich Medienregulierung werden 2021 die Vorgaben des gerade in Kraft getretenen Medienstaatsvertrags integriert, der neue Aufgaben bei der Kontrolle digitaler Plattformen für die Medienanstalten vorsieht. U. a. mit dem Kampf gegen „Fake Shops“ und verschiedenen medienrechtlichen Aspekten des Phänomens der „Influencer*innen“ wird die Medienanstalt auch im nächsten Jahr zu aktuellen Themen der Medienregulierung aktiv.

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Für Rückfragen: Medienanstalt Rheinland-Pfalz, Hans-Uwe Daumann
Tel.: 0621/5202 206 - Mobil: 01522-2733738 - E-Mail: daumann@medienanstalt-rlp.de