Chancen und Risiken des Internets


LMK geht mit Angeboten für Seniorinnen und Senioren ins Land.

Studien wie die ARD/ZDF-Onlinestudie zeigen: Immer mehr Seniorinnen und Senioren entdecken die Freude am Internet. Über die Hälfte der Menschen über 60 Jahren ist online. Aber welche Angebote nutzt diese Zielgruppe im Web? Welche Rolle spielt hierbei das tatsächliche Alter? Und welche Chancen und Risiken lokalisieren Seniorinnen und Senioren im Internet? Zu diesen und weiteren Fragen hat die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz und der Seniorenbeirat Linz am Rhein eine eigene Fachveranstaltung durchgeführt, die der Auftakt für eine ganze Reihe von Informationsveranstaltungen im Lande sein soll. Im Mittelpunkt des Informationsabends stand der Vortrag von Florian Preßmar, LMK-Referent und Fachmann für das Silver Surfer Projekt.

„Wir haben sehr früh erkannt, dass nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern insbesondere auch Seniorinnen und Senioren ein starkes Interesse am Leben im Netz haben,“ begrüßte LMK-Direktorin Renate Pepper. „Unsere erfolgreiche Reihe ‚Silver Surfer‘ konnte in Kooperation mit Verbraucherschutz und Volkshochschulen schon viele Bürgerinnen und Bürger erreichen. Dies soll weiter flächendeckend ausgebaut werden.“

Die Digitalisierung des Alltags schreitet voran
Ausgangspunkt moderner Entwicklungen ist die Digitalisierung. Längst sind neben Smartphones, Notebooks und Tablet-PCs viele weitere technische Geräte getreten. Neue Entwicklungen nehmen verstärkt den Haushalt und die bisher noch einzeln agierenden Gerätschaften in den Blick. Konkret bedeutet das, dass immer mehr Alltagsgegenstände miteinander vernetzt sind. So kann man schon heute die smarte Heizung über eine kleine Anwendung auf dem Smartphone, eine sogenannte App, steuern. Ebenfalls können Fenster aus der Ferne geöffnet und geschlossen werden.

Immer mehr smarte Technologien in Haushalten von Seniorinnen und Senioren
Dass gerade smarte Technologien in Haushalten von Seniorinnen und Senioren eine große Rolle spielen, zeigen Ergebnisse verschiedener Studien. So nutzen nach Angaben der ARD/ZDF-Onlinestudie bereits 36 Prozent der Menschen zwischen 50 und 69 Jahren das Smartphone um ins Internet zu gelangen. Um zu funktionieren, müssen smarte Geräte jedoch eine Menge an Daten erheben, speichern und miteinander austauschen – dieser Tatsache sollte man sich bei der Nutzung von digitaler Technik bewusst sein und sich informieren, wie man seine Daten entsprechend schützen kann. So ist es zum Beispiel hilfreich, bereits vor der Installation einer App zu überprüfen, worauf das Programm Zugang erhalten möchte. Erfordert eine App beispielsweise Zugriffe auf Bereiche des Smartphones, die für den Betrieb des Programms nicht notwendig sind, sollte man sich als Nutzer eventuell für eine andere App entscheiden, um unnötige Datenzugriffe zu vermeiden.

Nicht immer ist die Bedienung von modernen Kommunikationstechnologien wie Smartphones und Tablet-PCs jedoch einfach und unkompliziert. Ergebnisse einer Befragung unter Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Silver-Surfer-Bildungsreihe zeigen, dass nahezu jede zweite Frau und jeder dritte Mann Berührungsängste im Umgang mit dem Internet haben. Am häufigsten werden die Angst vor Bedienungsfehlern sowie die Angst im Internet „abgezockt“ zu werden genannt. Um im Internet nicht auf Abzockmaschen hereinzufallen, empfiehlt es sich zum Beispiel beim Online-Einkauf das Impressum eines Onlineshops zu prüfen und mögliche Zusatzkosten beispielsweise für Versand und Bezahlverfahren in den Blick zu nehmen.

Silver Surfer – Sicher online im Alter
Welche Aspekte in Sachen Verbraucher- und Datenschutz im Umgang mit Internet und smarten Technologien noch beachtet werden sollten, erläutert die Bildungsreihe „Silver Surfer – Sicher online im Alter“, die in vielen Teilen in Rheinland-Pfalz von Volkshochschulen und Verbraucherzentralen angeboten wird. Das Kursprogramm wurde von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, dem Landesverband der Volkshochschulen Rheinland-Pfalz und dem Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit entwickelt. Ziel der Kursangebote ist es, älteren Onlinerinnen und Onlinern einen sicheren und selbstbestimmten Umgang mit dem Internet zu ermöglichen und dadurch einer digitalen Benachteiligung entgegenzuwirken. Mehr Informationen rund um „Silver Surfer – Sicher online im Alter“ findet man unter: www.silversurfer-rlp.de

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Dr. Joachim Kind
LMK-Pressesprecher
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