eine große Veranstaltung liegt hinter uns, schon steht das nächste Highlight an: Bei der klicksafe Schulstunde konnten wir eine Rekordbeteiligung von über 50.000 teilnehmenden Schüler*innen verzeichnen. Mit dem Partnertreffen in der Staatskanzlei in Mainz startet nun die Kampagne für die Woche der Medienkompetenz vom 8. bis 14. Juni. Unter dem Motto „1:0 für Vielfalt und Respekt“ gibt es auch in diesem Jahr Aktionen für alle Altersgruppen in ganz Rheinland-Pfalz. Das Ziel: Medien- und damit Demokratiekompetenz entwickeln.
Medien- und Demokratiekompetenz bedeutet auch: KI-Kompetenz und kritische Reflexion. Bei der Medien Triennale Südwest am 25. September 2026 in Kaiserslautern wollen wir den Blick auf Europa und über den Atlantik ausweiten. Auch Sie sind herzlich eingeladen, mit uns über digitale Souveränität und demokratische Resilienz zu diskutieren.
Zurück nach Rheinland-Pfalz: Dort freut mich diese Woche besonders, dass 125 ehrenamtlichen Digital-Botschafter*innen in einem vereinfachten Antragsverfahren über die Medienanstalt Rheinland-Pfalz die Ehrenamtskarte des Landes erhalten. Die Digital-Botschafter*innen vermitteln Senior*innen mediale Kompetenz, sind Ansprechpersonen auf Augenhöhe und investieren viel Zeit in dieses Ehrenamt. Dieses Engagement zu würdigen, ist mir ein wichtiges Anliegen.
Herzlich Ihr Dr. Marc Jan Eumann Direktor
Woche der Medienkompetenz: Partnertreffen und Kampagne
Vertreter*innen der 38 Partnerorganisationen der Woche der Medienkompetenz (WMK) trafen sich am 9. März in der Staatskanzlei in Mainz. Nach einem Grußwort von Staatssekretärin Heike Raab, Bevollmächtige des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa und Medien, und Dr. Marc Jan Eumann, Direktor der Medienanstalt RLP, tauschten sich die Partnerorganisationen untereinander aus. Aktionen planen, Teilnehmer*innen gewinnen, erfolgreiche Kommunikationsmaßnahmen umsetzen: Gemeinsam berieten sie über die besten Strategien für eine erfolgreiche WMK vom 8. bis 14. Juni 2026. Das Partnertreffen war auch der Startschuss für eine Testimonialkampagne auf Instagram zum diesjährigen Motto „1:0 für Vielfalt und Respekt“.
Rekordbeteiligung an klicksafe Schulstunde und SID 2026
Am 10. Februar 2026 wurde weltweit der Safer Internet Day (SID) gefeiert. Gemeinsam mit den Partner*innen des Verbunds Safer Internet DE setzte klicksafe das Motto „KI and me. In künstlicher Beziehung.“ mit vielfältigen Angeboten um. Mit der klicksafe Schulstunde konnten am SID über 50.000 Schüler*innen in ganz Deutschland für das Thema sensibilisiert werden. Außerdem wurden rund 340 SID-Veranstaltungen aus der gesamten Gesellschaft bei klicksafe angemeldet. Ein großes Dankeschön an alle, die geholfen haben, den SID dieses Jahr so erfolgreich zu machen!
Wie stärkt Europa seine digitale Souveränität? Wie fördern wir demokratische Resilienz in Zeiten von algorithmischen Black Boxes und KI-generierten Deepfakes? Welche KI-Kompetenzen braucht es dafür? Diskutieren Sie mit uns bei der 5. Medien Triennale Südwest am Freitag, 25. September 2026, in der Kammgarn Kaiserslautern. Die Veranstaltung schafft Raum für Austausch und Vernetzung zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Bildung. Es erwartet Sie eine vielseitige Fachkonferenz, die unterschiedliche europäische und transatlantische Perspektiven zusammenbringt und neue Impulse setzt. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und den gemeinsamen Austausch.
Sie leisten zusammen knapp 1.000 Stunden Ehrenamt – und das jede Woche: Über 125 Rheinland-Pfälzer*innen engagieren sich mit fünf oder mehr Stunden wöchentlich als Digital-Botschafter*innen (“Di-Bos”) und erhalten für dieses große gesellschaftliche Engagement nun die Ehrenamtskarte des Landes. Die Medienanstalt RLP unterstützt alle Digital-Botschafter*innen, die die Kriterien für die Ehrenamtskarte erfüllen, durch einen vereinfachten, zentralen Sammelantrag. Insgesamt liegt die Anzahl der engagierten Di-Bos noch höher: Viele haben die Ehrenamtskarte bereits privat beantragt.
Der Akku der Smartwatch lässt nach wenigen Wochen nach und das Kleid aus dem Online-Shop ist schlecht verarbeitet: Wer online einkauft, erhält nicht immer, was er oder sie erwartet. Die Medienanstalt RLP, die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und der Handelsverband Südwest haben nun eine Aufklärungskampagne zu Risiken beim Dropshipping gestartet. Dropshipping heißt: Händler verkaufen Produkte, die sie selbst nicht vorrätig haben, und leiten den Auftrag direkt an Hersteller oder Großhändler weiter. Viele extrem günstige Online-Angebote auf Instagram, TikTok oder Facebook stammen von Anbieter*innen außerhalb der EU – mit möglichen Problemen wie unsicherer Produktsicherheit, schwierigen Rückgaben oder fehlenden Gewährleistungsrechten. Die Kampagne führt Nutzer*innen über Social-Media-Anzeigen auf eine Website, die zunächst wie ein echter Online-Shop wirkt. Erst beim Weiterklicken wird deutlich: Der Shop ist inszeniert und erklärt typische Dropshipping-Strategien. Ergänzend zeigen zehn kurze Videos überspitzt, wie solche Werbeangebote funktionieren. Ziel ist es, Verbraucher*innen zwischen 18 und 59 Jahren für mögliche Risiken zu sensibilisieren und zu bewussteren Kaufentscheidungen zu befähigen.
Vielfältige Wahlformate in den Offenen Kanälen zur Landtagswahl
Rund um die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz produzieren zahlreiche Offene Kanäle (OKs) Informationsformate für Bürger*innen. Der OK Mainz übertrug u. a. eine Podiumsdiskussion zu Klima- und Nachhaltigkeitsthemen sowie die „Sport Wahlarena“ des Sportbunds Rheinhessen. Der OK Ludwigshafen sendet ein Live-Duell der Spitzenkandidaten von SPD und CDU vom Hambacher Schloss und führt zusätzlich Einzelinterviews mit weiteren Parteienvertreter*innen. Auch andere Bürgermedien sind aktiv: rheinlOKal Worms produziert eine umfangreiche Interviewreihe mit Direkt- und Spitzenkandidat*innen, naheTV Bad Kreuznach stellt Kandidierende in thematischen Gesprächen vor und der OK Neustadt streamte eine lokale Podiumsdiskussion. Beim OK54 Trier startet zudem ein Videopodcast mit Interviews zu den Wahlkreisen Trier und Umgebung.
Anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai haben Schulklassen zwischen dem 30. April und 8. Mai 2026 die Möglichkeit, sich intensiv mit Themen rund um Pressefreiheit auseinanderzusetzen. An den Aktionstagen #PressefreiheitMachtSchule treten Schüler*innen in interaktiven Workshops in Dialog mit Medienexpert*innen und Journalist*innen. Zwölf namhafte Partner*innen aus der Medienbranche unterstützen das Projekt. Gemeinsam diskutieren sie aktuelle Herausforderungen wie Desinformation, künstliche Intelligenz, Glaubwürdigkeit im Journalismus und politische Informationsbeschaffung über Social Media. Die Auftaktveranstaltung findet am 30. April auf dem Hambacher Schloss statt. Den Abschluss bildet am 8. Mai eine Veranstaltung im Offenen Kanal Mainz. Lehrkräfte können Klassen der 9. bis 11. Stufe vom 19. Februar bis zum 20. März 2026 anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.
Urteilsgründe im Verfahren Aylo und 1&1 liegen vor
Das Verwaltungsgericht Neustadt hat mit Urteilen vom 13. Januar 2026 Klagen des Porno-Plattform-Anbieters Aylo und des Telekommunikationsunternehmens 1&1 gegen Sperrverfügungen, die an 1&1 gerichtet sind, stattgegeben. Das Gericht macht in Bezug auf die Sperrverfügung namentlich eine Verletzung der vollharmonisierenden Wirkung des Digital Services Act und eine Verletzung des Herkunftslandprinzips geltend. Die Urteilsgründe werden zusammen mit der BLM, der mabb und der LFM NRW, die ebenfalls Sperrverfügungen erlassen hatten, ausgewertet. Die Auswertung mündet in Informationsvorlagen für KJM und ZAK im Hinblick auf das weitere aufsichtliche Vorgehen an der Schnittstelle von Medienrecht der Länder und Unionsrecht. In den Verfahren stellen sich einzelfallübergreifende Rechtsfragen, die grundsätzlicher Klärung bedürfen. Dem entspricht, dass das Gericht die Berufung zugelassen hat. Der Klärung bedarf es nicht zuletzt, damit die Akteur*innen ihren Beitrag zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor pornografischen Inhalten leisten können. Dieser wichtigen Aufgabe bleibt die Medienanstalt RLP verpflichtet.
Zulassung für Regionalfenster Rhein-Neckar erteilt
Die Versammlung der Medienanstalt RLP hat am 23. Februar 2026 der Zone 7 GmbH & Co. KG erneut die Zulassung für das Regionalfensterprogramm Rhein-Neckar im Programm „RTL“ für die Bereiche Vorder- und Südpfalz erteilt. Die Entscheidung erging im Benehmen mit der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich. Die Zone 7 GmbH & Co. KG kann damit weiterhin die Sendung „RON“ verbreiten. Ausschreibung und Zulassung erfolgten in Abstimmung mit der Landesanstalt für Kommunikation, die über die Zulassung für den baden-württembergischen Teil des Lizenzgebietes entscheidet. Mitte März ist mit einer Beschlussfassung zu rechnen. Die Bewerbung der RNF Pro GmbH auf die Ausschreibung wurde wegen unzureichender Unterlagen abgelehnt. Die RNF Pro GmbH hat die Ablehnung gerichtlich angefochten. Zwischenzeitlich musste sie allerdings Insolvenz anmelden. Der Insolvenzverwalter will das Klageverfahren nicht weiterführen.
AG Medienintermediäre: Themenverantwortlichkeit der Medienanstalt RLP
Die Medienanstalt RLP hat im Kreis der Landesmedienanstalten zum 1. Januar 2026 die Verantwortlichkeit für die AG Medienintermediäre übernommen. Die Arbeitsgruppe tagte am 18. Februar zum ersten Mal unter dem neuen Vorsitz von Dr. Marc Jan Eumann. Neben dem Bericht zum Stand geplanter Maßnahmen in Sachen Vielfaltsförderung (Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein) sowie der Frage der medienrechtlichen Einordnung von Mastodon (Medienanstalt Berlin-Brandenburg), steht das Thema der Haftungsprivilegierung von Medienintermediären im Fokus. Die Medienanstalt RLP sieht das Haftungssystem als evaluations- und gegebenenfalls revisionsbedürftig an. Insgesamt wird die Entwicklung weiterer Maßnahmen, die eine verhältnismäßige und effektive Regulierung u.a. von Social-Media-Plattformen ermöglicht, als erforderlich erachtet. Ein erstes Ziel der Diskussion ist es, eine Bestandsaufnahme der Problemfelder seit Einführung der Haftungsprivilegierung vorzunehmen. Daraufhin sollen Reformvorschläge erarbeitet werden.
Drei Mal „Sehr gut“ für klicksafe-Lehrmaterialien
Die EU-Initiative klicksafe erhält erneut Bestnoten: Das neue Unterrichtsmaterial „KI and me. Wie künstliche Intelligenz unser Leben prägt.“ wurde vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) im Materialkompass mit „Sehr gut“ bewertet. Bereits zuvor erhielten die klicksafe-Materialien „Cybergrooming“ sowie „Selfies, Sexting, Selbstdarstellung“ dieselbe Auszeichnung. Der Materialkompass bietet Lehrkräften geprüfte Empfehlungen zu digitalen Bildungsmaterialien. Die Bewertungen basieren auf einem wissenschaftlich entwickelten Raster und werden von unabhängigen Expert*innen erstellt.
Irgendwas mit Medien machen – aber was? Ein Freiwilligendienst kann Jugendlichen bei der Berufsorientierung im Medienbereich helfen. In vielen Offenen Kanälen in Rheinland-Pfalz können junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr Kultur (FSJ) oder im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) praktische Erfahrungen in der Mediengestaltung Bild und Ton sammeln. Von der Recherche über redaktionelle Planung bis zur Arbeit mit Kamera und Schnitt lernen sie den gesamten Produktionsprozess eines Videobeitrags kennen. Das FSJ Kultur startet am 1. September 2026 (Bewerbung: 15. Januar-15. März), das FÖJ am 1. August 2026.
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