Medienanstalt Rheinland-Pfalz / 12.08.2026
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Liebe Leser*innen,

Künstliche Intelligenz ist kein „Zukunftsthema“ mehr, wir sind mittendrin: Sie formuliert E-Mails und Hausarbeiten, erklärt schwierige Konzepte, programmiert Webseiten. So nutzen viele sie bereits im Alltag. Doch sie übernimmt – mehr oder weniger sichtbar – eine immer größere Rolle in komplexen Zusammenhängen. Wie sich im Juli bei mehreren Vorfällen zeigte, lernt sie dabei aber auch, ihre eigenen Grenzen zu überwinden. Das wirft wichtige Fragen auf: Wo sollten diese Grenzen liegen? Welche Kompetenzen braucht es, um KI sicher und gewinnbringend zu nutzen? Wie verhindern wir KI-gesteuerte Desinformation? Wie lässt dich Regulierung zwischen europäischer und deutscher Gesetzgebung aufstellen?

Um sinnvoll mit KI umzugehen, gilt es, sie zu verstehen. Auf der Medien Triennale Südwest am 25. September in Kaiserslautern gehen wir diesen Aspekten mit Expert*innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien auf den Grund. Sie sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren. Ihr kostenfreies Ticket erhalten Sie unter eveeno.com/mtsw2026.

KI wird Ihnen in diesem Infoletter mehrfach begegnen. Sie ersetzt aber keine menschlichen Begegnungen wie auf der Silver-Surfer-Fachtagung, am Ehrenamtstag in Kaiserslautern oder am Demokratietag in Ingelheim/Rhein. Ich freue mich, wenn Sie auf unseren Veranstaltungen und an unseren Informationsständen mit uns in den Austausch treten. Denn davon lebt Demokratie: Miteinander reden, nicht übereinander.

Herzlich Ihr

Dr. Marc Jan Eumann
Direktor
 

Entwurf zum Digitale-Medien-Staatsvertrag Teil 1

Die Ministerpräsident*innen der Bundesländer einigten sich am 25. Juni 2026 auf einen Entwurf für den ersten Teil des Digitale-Medien-Staatsvertrags. In dem Regelungswerk sollen neue Vorgaben der Europäischen Union umgesetzt werden, die der European Media Freedom Act, der Digital Services Act, die Verordnung über die Transparenz und das Targeting politischer Werbung sowie die KI-Verordnung enthalten. Die Zuständigkeiten der Landesmedienanstalten werden dabei erweitert: Unter anderem erhalten sie die Aufgabe, eine nationale Transparenzdatenbank zu führen. Die bereits existierende Mediendatenbank der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) soll hier als Ausgangspunkt dienen. Auch sollen die Landesmedienanstalten die ordnungsgemäße Kennzeichnung von KI-generierten Medieninhalten kontrollieren. Der Vertrag soll bis Januar 2027 von den Ministerpräsident*innen unterzeichnet werden. Er muss zudem noch von den Landtagen ratifiziert werden. Als Termin für das Inkrafttreten ist der 1. August 2027 vorgesehen. 

Besuch von Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Media:TOR Speyer

Gruppenbild der Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler mit Mitarbeitenden der beteiligten Organisationen

Am 3. August besuchte Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend Rheinland-Pfalz, das Media:TOR. Dort lernte sie Projekte zur Förderung von Medienkompetenz und digitaler Teilhabe älterer Menschen kennen. Im Mittelpunkt standen die „Mobility Games“, Beweglichkeitsspiele, die das Team des Media:TOR gemeinsam mit dem Caritas-Altenzentrum St. Martha und der Kita St. Joseph entwickelt hatte. Dabei kamen 3D-Drucker, Lasercutter und Textil-Plotter aus dem Media:TOR zum Einsatz. Die Spiele fördern die körperliche Aktivität von Senior*innen auf spielerische Weise. Erste Station des Besuchs war das Altenzentrum, hier führten die Bewohner*innen die Spiele vor und kamen mit der Ministerin ins Gespräch. Im Media:TOR ging es anschließend um die Bedeutung von Medienkompetenz und das Media:TOR als Ort für Begegnung und mediale Teilhabe. 

> Zu den Angeboten des Media:TOR

Silver-Surfer-Fachtagung 2026: Digitalisierung und Demokratie gemeinsam gestalten

Über 140 ehrenamtliche Multiplikator*innen aus ganz Rheinland-Pfalz kamen am 16. Juli zur Silver-Surfer-Fachtagung an die Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz. Die Tagung bot praxisnahe Impulse, Austausch und Vernetzung für alle, die ältere Menschen im digitalen Alltag begleiten. Mit dabei waren zahlreiche Projekte der Medienanstalt Rheinland-Pfalz: Das Projekt Digital-Botschafter*innen Rheinland-Pfalz übernahm die inhaltliche Planung der Tagung gemeinsam mit dem Zentrum für Wissenstransfer und Weiterbildung der JGU. Im Best-Practice-Talk stellte DibiWohn+ vor, wie digitale Bildung die Lebensqualität älterer Menschen im betreuten Wohnen und in Pflegeeinrichtungen nachhaltig verbessern kann. Auch beim Markt der Möglichkeiten präsentierten die ePA-Coaches, Silver Tipps, die Digital-Botschafter*innen und DibiWohn+ ihre Angebote. 

> Weitere Infos

Ausgebuchter KI-Workshop mit der RHEINPFALZ im Media:TURM

Publikum, davor Referent Uwe Renners, der etwas erklärt.

Gemeinsam mit der RHEINPFALZ lud die Medienanstalt RLP am 30. Juli zum zweiten Mal zu einem KI-Workshop für Einsteiger*innen in den Media:TURM Ludwigshafen ein – der mit rund 70 Teilnehmer*innen rasch ausgebucht war. Ob texten, recherchieren oder Bilder generieren, Referent Uwe Renners, stellvertretender Chefredakteur der Rheinpfalz, zeigte, was mit KI möglich ist. Dabei wurde deutlich: Die Menschen möchten wissen, wie man die Technik im Alltag nutzen kann. Ende des Jahres sind zwei weitere Workshops im Media:TURM geplant, gemeinsam mit Uwe Renners können dann KI-Tools in der Praxis ausprobiert werden. 

> Weitere Veranstaltungen des Media:TURM

Silver-Tipps-Vortrag “Digitale Vorsorge und digitaler Nachlass“

Publikum und Vortragende

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich selbst nicht mehr über diese entscheiden kann? Darüber informierte Tamina Barth, Leiterin der Beratungsstelle Ludwigshafen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, am bundesweiten Digitaltag, dem 26. Juni 2026. Die Veranstaltung fand im Media:TURM statt und wurde live im Media:TOR, in der Media:BRÜCKE und im Media:FORUM übertragen. Auch die Fragerunde war für Teilnehmer*innen aus allen Standorten offen. So tragen die Orte der medialen Teilhabe dazu bei, Wissen und Information breiter zugänglich zu machen. Eine Link-Sammlung der Verbraucherzentrale mit hilfreichen Informationen finden Sie hier: 

> Zur Link-Sammlung

Ausbildungsstart bei den Offenen Kanälen Rheinland-Pfalz

Gruppenbild der 4 Auszubildenden mit den bestehenden Auszubildenden

Die Offenen Kanäle (OKs) in Mainz, Trier und Koblenz freuen sich über Zuwachs: Vier Azubis haben ihren ersten Schritt ins Berufsleben gemacht und dort nun ihre Ausbildung zu Mediengestalter*innen Bild und Ton begonnen. Am 6. August besuchten die Auszubildenden die Medienanstalt Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen und erhielten Einblicke in die Aufgaben einer Landesmedienanstalt. Gleichzeitig lernten sie bei dem Treffen Kolleg*innen der anderen Standorte kennen und tauschten sich mit den Azubis aus dem zweiten Lehrjahr vom OK Ludwigshafen aus. Wir wünschen allen einen erfolgreichen Start und freuen uns auf die Zusammenarbeit! 

> Zu den Offenen Kanälen RLP

Webseminar: (Cyber-)Mobbing – erkennen – handeln – schützen

Webseminar Cybermobbing, 15.9.2026, 14.00 - 15.30 Uhr (Infografik)

Passend zur klicksafe Schulstunde am 17.September bietet klicksafe bereits am 15. September ein Webseminar für Lehrkräfte an, das sich vertiefend mit dem Phänomen Cybermobbing auseinandersetzt. Es zeigt auf, wie Cybermobbing frühzeitig erkannt, Opfer geschützt und eskalierende Dynamiken systemisch bearbeitet werden können. Alle Lehrkräfte, die mit ihren Klassen an der klicksafe Schulstunde teilnehmen, können sich mit diesem Webseminar ideal thematisch auf die Schulstunde vorbereiten. Selbstverständlich kann die Online-Veranstaltung aber auch unabhängig von der klicksafe Schulstunde zur Fortbildung im Bereich Cybermobbing genutzt werden.

> Zur Anmeldung

Aktualisiert und wieder bestellbar: Cybergrooming – Sexuelle Gewalt im Internet

Screenshot der Informationsbroschüre

Im neu überarbeiteten Material von klicksafe für die Schule und die außerschulische Jugendarbeit erhalten pädagogische Fachkräfte umfassende Informationen zu Cybergrooming und sexueller Gewalt. Beim Cybergrooming treten Personen online gezielt mit Minderjährigen in Kontakt, um einen sexuellen Missbrauch vorzubereiten. Neben ausführlichen Sachinformationen bietet das Material drei Praxisprojekte für die Arbeit mit Jugendlichen. Junge Menschen werden dadurch befähigt, Cybergrooming zu erkennen, eigene Grenzen zu formulieren und sich gegen sexuelle Gewalt im Internet zu wehren. 

> Zum Material

Wie können sich Jugendliche vor Falschmeldungen schützen?

Symbolbild mit Vinted-Schriftzug und Kuscheltieren bzw. Puppen

Einige Wochen lang kursierten Falschmeldungen zur Plattform Vinted in den Sozialen Medien. Angeblich solle auf dem beliebten Verkaufsportal Kinderhandel stattfinden. Einige Videos zu diesen Falschmeldungen wurden millionenfach angesehen. Selbstverständlich kommen auch Kinder und Jugendliche, die auf Instagram, TikTok und YouTube unterwegs sind, mit diesen verstörenden Inhalten in Kontakt. klicksafe erklärt, warum sich solche Falschmeldungen rasch verbreiten, und wie Kinder und Jugendliche dabei unterstützt werden können, sie richtig einzuordnen. 

> Zum Artikel

Ehrenamtstag in Kaiserslautern

Rheinland-Pfalz feiert in Kaiserslautern den 23. landesweiten Ehrenamtstag, auch die Medienanstalt RLP ist mit einem Stand vor Ort. Präsentiert wird die Arbeit der Medienanstalt, insbesondere die Angebote der Offenen Kanäle, der Digital-Botschafter*innen sowie von „Digital in die Zukunft”. Im Rahmen der Veranstaltung übergibt Ministerpräsident Gordon Schnieder im Beisein von Dr. Marc Jan Eumann, Direktor der Medienanstalt RLP, den Preis „An die Mikros – fertig – los!“ für den besten Radio-Nachwuchsbeitrag. Der Wettbewerb von RPR1. und der Medienanstalt RLP bringt seit über 20 Jahren Radiotalente vor die Mikrofone. Sie lernen in Workshops in den RPR1.-Studios Mannheim, Trier, Mainz und Koblenz den Radiosender kennen und produzieren zum Abschluss einen eigenen Radiobeitrag für den Wettbewerb. 

> Weitere Info

Medienanstalt RLP reicht Berufungsbegründung im Verfahren Aylo und 1&1 ein

Nachdem die Medienanstalt RLP am 03. März 2026 Berufung einlegte, folgte am 18. Juni 2026 deren Begründung. Die Berufung richtet sich gegen Urteile des Verwaltungsgerichts Neustadt vom 13. Januar 2026, mit denen die Klagen des Porno-Plattform-Anbieters Aylo und des Telekommunikationsunternehmens 1&1 gegen die Medienanstalt RLP Erfolg hatten. Die Klagen richten sich gegen eine Sperrverfügung der Medienanstalt, die aufgrund einer fehlenden wirksamen Altersprüfung bei den Pornoplattformen „Youporn“ und „Pornhub“ von Aylo erlassen wurde. Neben einzelfallübergreifenden Rechtsfragen zum Verhältnis von EU-Recht zum JMStV, konnte sich die Medienanstalt RLP auch auf ein Urteil des EuGH (Urteil vom 16.06.2026 – C-188/24 und C-190/24) in ihrer Begründung stützen: Unter gewissen Voraussetzungen können EU-Mitgliedsstaaten die Altersprüfung der Nutzer*innen von pornografischen Webseiten verlangen. Zwar ist das Herkunftslandprinzip weiter zu beachten, doch können auch andere Mitgliedsstaaten individuelle Maßnahmen gegenüber einem bestimmten Diensteanbieter treffen, soweit dies aus Gründen der öffentlichen Ordnung oder der öffentlichen Sicherheit notwendig ist. Hierfür können sie sich auf nationale abstrakt-generelle Regelungen, also Gesetze, stützen, soweit das Herkunftslandprinzip beachtet wird.

Termine

17.08.2026 | JuMe-Ausschuss 
Online 
 

30.08.2026 | Ehrenamtstag
Kaiserslautern
> Weitere Info

31.08.2026 | ReZu
Ludwigshafen

31.08.2026 | MOR
Ludwigshafen

04.09.2026 | DWM-Ausschuss 

07.09.2026 | Hauptausschussitzung 
hybrid 
 

09.09.2026 | KJM 
hybrid 
 

10.09.2026 | HEIMAT26 
Berlin 
 

16.09.2026 | GVK 
Online 
 

17.09.2026 | klicksafe Schulstunde 
Hybrid 
> Weitere Info

24.09.2026 | 17. Sitzung der Versammlung + Hauptausschuss 
Kaiserslautern 

 

24.09.2026 | Demokratie-Tag Rheinland-Pfalz 
landesweit 
> Weitere Info
 

25.09.2026 | Medien Triennale Südwest
Kaiserslautern
> Weitere Info

08.11.2026 | Eröffnung Media:KOMTUREI 
Adenau 
> Weitere Info

 

Wir ermöglichen mediale Teilhabe
Medienanstalt Rheinland-Pfalz
Turmstr. 10 • 67059 Ludwigshafen • E-Mail: mail@medienanstalt-rlp.de
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