Medienförderung

Die vielfältigen Projekte und Maßnahmen des Teams Medienförderung spiegeln wider, wie digitale Bildung und Teilhabe in Rheinland-Pfalz generationsübergreifend gefördert werden können. Ein zentrales Vorhaben ist das Projekt Digital-Botschafter*innen RLP, bei dem 126 neue Ehrenamtliche geschult wurden. Damit engagieren sich nun landesweit über 700 Personen, um älteren Menschen – insbesondere den über 70-Jährigen – den Zugang zur digitalen Welt zu ermöglichen. Die Unterstützung erfolgt durch offene Treffs, Sprechstunden und Hausbesuche, die sich als feste Bildungsangebote vor Ort etabliert haben.

Seit dem 1. Januar 2024 liegt die Trägerschaft bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, die das Projekt personell stärkt und durch ein neues Projektdesign sowie eine bessere Vernetzung weiterentwickelt hat. Die Medienanstalt stellt die kontinuierliche Fortbildung der Digital-Botschafter*innen sicher. In 24 Fortbildungsveranstaltungen wurden über 1.700 Teilnehmende erreicht.

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Das Projekt „DiBi-Wohn“ konzentriert sich darauf, digitale Teilhabe für ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen und betreutem Wohnen zu ermöglichen. Hierfür wurden leicht zugängliche Bildungsangebote entwickelt, die individuell anpassbar sind. Ein zentrales Ergebnis war der „Methodenkoffer Digital im Alltag“, der neben einfachen Ideen auch Anleitungen für die Einrichtungen und Technikhelfer*innen bietet. Sechs Veranstaltungen, zwei gezielte Schulungen, ein großes Symposium am 18. März 2024 sowie eine Beiratssitzung im Oktober trugen dazu bei, die Projektergebnisse zu verbreiten und Perspektiven für eine Weiterführung zu entwickeln.

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Ein weiterer Höhepunkt war die Woche der Medienkompetenz (WMK) vom 24. bis 30. Juni 2024. Unter dem Motto „Medienkompetenz vor Ort – Teilhabe für alle“ boten über 190 Veranstaltungen praxisnahe Bildungsangebote zu digitalen Themen für alle Altersgruppen. Darunter befanden sich Fortbildungen für Lehrkräfte, kreative Workshops für Familien und Beratungsangebote für Senior*innen. Die Aktionswoche wurde von einem breiten Partnernetzwerk aus Bildung, Kultur, Medien und öffentlicher Hand getragen und war ein voller Erfolg.

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Die elektronische Patientenakte (ePA) ist im April 2025 gestartet. In Vorbereitung darauf wurden viele Ehrenamtliche, vor allem Digital-Botschafter*innen, umfassend darüber informiert. Ziel war es, vor allem ältere Bürger*innen mit dem Konzept vertraut zu machen, technische Hürden abzubauen und so die Nutzung der ePA zu fördern. So soll die medizinische Versorgung effizienter, sicherer und transparenter werden. Ende 2024 erhielt die Medienanstalt RLP für die Finanzierung des Projekts „ePA-Coaches Rheinland-Pfalz“ den Zuschlag. Das Projekt läuft bis Ende 2026 und wird in Kooperation und mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung (MASTD) und mit dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit (MWG) umgesetzt.

Die Plattform „Silver-Tipps – Mit Freude online!“ bot auch 2024 eine große Bandbreite an verständlich aufbereiteten Inhalten für Senior*innen. Sie vermittelt Wissen zu digitalen Themen wie Passwortsicherheit, Geräteeinstellungen und Internetdiensten. In kurzen Videos zeigte Digital-Botschafterin Helga beispielsweise, wie man das Hörgerät mit dem Smartphone verbindet oder digitale Zeitungen nutzt. Besonders hervorzuheben ist die Vortragsreihe „Meine Meinung, meine Wahl“, die sich mit digitaler Meinungsbildung, Desinformation und Solidarität im Netz beschäftigte. Silver-Tipps bleibt damit eine zentrale Anlaufstelle für ältere Menschen, die sich aktiv mit der digitalen Welt auseinandersetzen wollen.

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Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) veröffentlichte 2024 erneut aufschlussreiche Studien. Die JIM-Studie zeigte, dass 57 Prozent der Jugendlichen ChatGPT nutzen – ein starker Anstieg im Vergleich zum Vorjahr – und über 60 Prozent mit Fake News konfrontiert wurden. Die miniKIM-Studie 2023 belegte, dass bereits 23 Prozent der zwei- bis fünfjährigen Kinder regelmäßig smarte Geräte verwenden und 20 Prozent dieser Altersgruppe ein eigenes Tablet besitzen. Der mpfs feierte zudem 25 Jahre JIM-Studie mit einem Festakt in Stuttgart und präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse bei einem Fachkongress zur frühkindlichen Medienbildung in Berlin.

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Das Projekt „Ohrenspitzer“ setzte vielfältige Aktivitäten zur Förderung des Zuhörens bei Kindern um. In bundesweiten Workshops an Grundschulen und Fachschulen entstanden u. a. eigene Hörspiele. Eine regelmäßige AG in Ludwigshafen und digitale Workshops zum Thema „Hören und Naturwissenschaften“ erweiterten das Angebot. Ein Mitmachbuch sowie Methodenkarten zur Unterstützung hörgeschädigter Kinder, auch in Gebärdensprache, ergänzten das Materialangebot.

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