klicksafe
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Seit dem 1. Oktober 2004 ist die EU-Initiative klicksafe im Einsatz für ein sicheres Internet und gehört damit zu den ältesten und erfahrensten Medienkompetenz-Initiativen Deutschlands. Sie ist die erste Anlaufstelle rund um Medienkompetenz und Internetsicherheit. Mit Kampagnen und Events macht klicksafe die Themen zusätzlich greifbar. So wird jährlich der Safer Internet Day (SID) in Deutschland bundesweit von klicksafe koordiniert.
Von Beginn an war die Medienkompetenz-Initiative federführend in Bezug auf Innovation, Wirkung und Überzeugungskraft: Bereits 2005 sensibilisierte klicksafe mit dem Werbespot „Wo ist Klaus“ Eltern und die breite Öffentlichkeit für das Thema Internetsicherheit. Der preisgekrönte Spot wurde in mehrere Sprachen übersetzt und europaweit ausgestrahlt. klicksafe klärte 2005 als erste Initiative in Deutschland über das Thema Cybermobbing auf. Gemeinsam mit Mitgliedern des klicksafe-Jugendbeirats entwickelte klicksafe zehn Jahre später die „Cyber-Mobbing Erste-Hilfe App“. Die international ausgezeichnete App ist mittlerweile in sechs Sprachen und einer leichten Version für Menschen mit Behinderung verfügbar.
Kinder und Jugendliche kommen beim Surfen im Netz schnell mit Pornografie in Kontakt. Und das oft ungewollt, wie die JIM-Studie 2023 zeigt: Demnach wurden 23 Prozent der Jugendlichen im Monat vor der Befragung mit pornografischen Inhalten im Netz konfrontiert. Laut einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag von klicksafe, die anlässlich des SID erschienen ist, wissen oder vermuten knapp die Hälfte der Eltern, dass ihr Kind mit pornografischen Inhalten online in Berührung gekommen ist. Im Schnitt waren die Kinder zwölf Jahre alt, als sie das erste Mal pornografische Inhalte gesehen haben.
Zum Safer Internet Day 2024 rückte klicksafe daher das Tabuthema Pornografie ins Rampenlicht. Gemeinsam mit zahlreichen Partner*innen in ganz Deutschland wurden unter dem Motto „Let’s talk about Porno“ umfangreiche Aktionen und Angebote für Jugendliche, Eltern und pädagogische Fachkräfte rund um Pornografie und sexuelle Aufklärung im Netz vorgestellt.

Laut der KIM-Studie 2022 surft jedes zweite Kind im Alter von sechs bis dreizehn Jahren allein – zwei Drittel der Eltern setzen dabei keine Jugendschutzfilter oder Sicherheitseinstellungen ein. Umso wichtiger ist es, Kinder bei ihrer Mediennutzung souverän zu begleiten und ihre Medienkompetenz zu stärken.
klicksafe unterstützte Eltern und Lehrkräfte zum Schuljahr 2024 mit neuen Ratgeber- und Unterrichtsmaterialien. Das Infopaket zum Schulanfang umfasst Hinweise zur altersgerechten und sicheren Mediennutzung, zum Umgang mit digitaler sexueller Gewalt und zum souveränen Umgang mit Fakes, Abzocke und Cybercrime. Das Ratgeber-Faltblatt „Mediensicher in die Schule“ ist auch auf Türkisch, Arabisch und Russisch verfügbar und wurde an alle Grundschulen in Rheinland-Pfalz verschickt.
Quiz „Safe News statt Fake News”
Welche Nachrichten-Quellen sind seriös – und welche nicht? Welche Aufgaben hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk bei der Vermittlung von Informationen und was macht Falschmeldungen manchmal so glaubhaft? Das Quiz richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren (7. bis 10. Klasse) und wurde von klicksafe in Kooperation mit ZDF heute entwickelt.
Quiz zum Thema Deepfakes
Echt oder fake? Durch künstliche Intelligenz manipulierte Bilder und Videos machen es immer schwieriger, dies zu erkennen. Woran merke ich, ob ein Video echt ist? Was kann ich tun, wenn ich mir bei einem Bild nicht sicher bin? Warum verbreiten sich Fakes auf Social Media so rasant? Das Quiz richtet sich an Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren (5. bis 7. Klasse) und wurde von klicksafe in Kooperation mit ZDF logo! entwickelt.

Der Expert Summit „NextGen Media – Digitale Trends im Fokus des Kinder- und Jugendmedienschutzes“ fand am 19. März 2024 in Berlin statt. Ziel war es, alle wichtigen Akteure in die Diskussion über einen zeitgemäßen Kinder- und Jugendmedienschutz einzubinden: Dafür trafen sich rund 150 Expert*innen aus der Forschung, der Internetwirtschaft und dem Jugendmedienschutz.
Die Veranstaltung präsentierte eine Vielzahl digitaler Trends und ermöglichte eine eingehende Diskussion über deren Auswirkungen für Kinder und Jugendliche. Hierdurch wurden wichtige innovative Ansätze für die Gestaltung einer sichereren digitalen Umgebung für junge Menschen gewonnen. Eine gesamtgesellschaftliche Strategie bewerteten die Fachleute für den effektiven Schutz vor den Risiken neuer Technologien als unerlässlich. Diese Strategie sollte sowohl präventive Maßnahmen als auch die Stärkung digitaler Selbstbehauptungsfähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen umfassen.
Der Expert Summit wurde gemeinsam ausgerichtet von der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) und den Mitgliedern des deutschen Safer Internet Centres – klicksafe, der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), dem Verband der Internetwirtschaft eco, jugendschutz.net und der Nummer gegen Kummer.

Anlässlich des Europäischen Tags zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch boten klicksafe und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz am 18. November 2024 ein Webinar zu sexualisierter Gewalt im Internet an. Die Teilnehmer*innen erhielten eine Übersicht zu passenden Informationsmaterialien, pädagogischen Ansätzen sowie weiteren Hilfe- und Beratungsangeboten.

Rund 85 Prozent der Jugendlichen in Deutschland spielen regelmäßig Videospiele (Quelle: JIM-Studie 2023). Seit mehreren Jahren schon investieren einige große Firmen in den Ausbau von Virtueller Realität (VR) im Videospielbereich. Als Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin beantwortete Dr. Anna Felnhofer, Gründerin und Leiterin des Pediatric Virtual Reality Laboratory an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde (Pädiatrische Psychosomatik) der Medizinischen Universität Wien, unsere Fragen zum Thema.



