Untertitelung im Dschungelcamp, Gebärdendolmetschung bei Germany's Next Topmodel, Deaf Performer bei The Masked Singer – langsam, aber stetig wächst die Barrierefreiheit im deutschen Privatfernsehen.
„Teilhabe ist kein frommer Wunsch, sondern essenziell für unsere Demokratie. Das Monitoring zeigt: Die privaten Anbieter haben das verstanden und arbeiten daran. Jetzt gilt es, dieses Engagement weiter auszubauen und leichter auffindbar zu machen“, sagt Cornelia Holsten, Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt und Themenbeauftragte der Medienanstalten für Barrierefreiheit.
An der freiwilligen Erhebung beteiligten sich 146 von 211 angeschriebenen Sendern – eine Rücklaufquote von über 69 Prozent und damit ein neuer Höchststand. Erstmals wurde die Abfrage vollständig digital über ein automatisiertes Online-Tool durchgeführt.
Untertitelung und Audiodeskription auf dem Vormarsch
ProSiebenSat.1 erzielte mit durchschnittlich 45,9 Prozent (+4,9 Prozentpunkte) den stärksten Zuwachs unter den großen
Sendergruppen. Spitzenreiter Kabel Eins erreichte eine Untertitelungsquote von 62 Prozent.
RTL Deutschland steigerte seine durchschnittliche Untertitelungsquote auf 26,6 Prozent (+1,6 Prozentpunkte).
KI als Treiber für mehr Barrierefreiheit
Ein wachsender Trend: die Branche setzt zunehmend auf KI-gestützte Technologien, um Untertitel effizienter und in größerem Umfang zu produzieren. Mehrere Sender planen den KI-Einsatz zur Untertitelgenerierung zukünftig auch für Live-Formate, beispielsweise Fußballspiele.
Der vollständige Bericht steht unter https://www.die-medienanstalten.de/barrierefreiheit/monitoring25/ zum Download bereit.
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