Die Medienvielfalt in Rheinland-Pfalz bewährt sich in der Coronakrise
Ludwigshafen, 28. April 2020
Mit einer Resolution unterstrich der Hauptausschuss der LMK Medienanstalt Rheinland-Pfalz in seiner gestrigen, erstmals als Videokonferenz durchgeführten Sitzung die bedeutende Rolle der lokalen und regionalen Privatsender und der nichtkommerziellen Bürgersender in der Coronakrise. Albrecht Bähr, Vorsitzender der Versammlung der Medienanstalt, stellte fest: „Gelebte Demokratie, Meinungsvielfalt und Teilhabe - in der Coronakrise zeigt sich die Stärke der vielfältigen rheinland-pfälzischen Medienlandschaft. Private Medien in Rheinland-Pfalz unterstreichen ihre journalistische Kompetenz - auch im Kampf gegen fake news. Die Ehrenamtlichen in den Offenen Kanälen beweisen: lebendige Demokratie vor Ort ist auch in Krisenzeiten möglich - und unverzichtbar.“
In der Resolution beschreibt der Hauptausschuss der Medienanstalt Rheinland-Pfalz die herausfordernde Situation, in der sich sowohl Privatsender als auch Bürgersender befinden: „Die Medienvielfalt in Rheinland-Pfalz hat sich in einer für Wirtschaft und Gesellschaft äußerst schwierigen Situation gut bewährt. Es gilt, den privaten lokalen und regionalen Radio- und Fernsehveranstaltern im Land, die für professionellen, verlässlichen Journalismus im Nahraum stehen, die notwendigen Hilfen bereitzustellen, die ihren Fortbestand sichern. Und es gilt, die Offenen Kanäle im Land und ihre ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bestärken in ihrem Engagement und ihre Entwicklung zu einem lokalen Informationsmedium weiter zu unterstützen.“
Der Hauptausschuss verweist darauf, dass die Medienanstalt Rheinland-Pfalz mit einer Reihe von Initiativen auf die schwierige Lage der Privatsender reagiert: Die Medienanstalt analysiert mit einer Befragungsaktion die spezifischen Bedarfe der Lokal- und Regionalsender im Land. Sie setzt sich gleichzeitig dafür ein, dass nicht reduzierbare Betriebskosten in Redaktion, Produktion und Verbreitung gefördert, gestundet oder durch Werbebuchungen aufgewogen werden und existenzgefährdende wirtschaftliche Probleme der Unternehmen verhindert werden. Die Resolution schließt mit einem Appell an Landtag und Landesregierung, das ihre zum Erhalt und zur Entwicklung eines funktionsfähigen freien und vielfältigen dualen Mediensystems in Rheinland-Pfalz zu tun.
Den kompletten Text der Resolution finden Sie im beigefügten pdf
Für Rückfragen:
LMK - medienanstalt rlp
Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz
Hans-Uwe Daumann
Tel.: 01522/2733738
E-Mail: daumann(at)medienanstalt-rlp.de