Zum Start des neuen Schuljahres rückt auch ein Problem in den Fokus, das längst nicht mehr nur auf dem Schulhof auftritt: Cybermobbing kann Kinder und Jugendliche auch außerhalb der Schule erreichen und stellt Familien sowie Schulen vor große Herausforderungen. Dazu gehören etwa KI-generierte Bilder, Videos oder andere Inhalte, die für Cybermobbing eingesetzt werden können. Hier setzt die europaweite Kampagne #NotOnOurFeed der EU-Initiative „Better Internet for Kids“ (BIK) an. Vom 24. August bis zum 25. September 2026 macht sie auf Cybermobbing aufmerksam, stärkt den Schutz von Kindern und Jugendlichen, fördert Prävention und informiert über Möglichkeiten, Unterstützung zu erhalten.
Dabei greift die Kampagne auch den im Februar 2026 von der Europäischen Kommission vorgestellten EU-Aktionsplan gegen Cybermobbing auf. Der Aktionsplan konzentriert sich auf drei Bereiche: Schutz, Prävention sowie Berichterstattung und Unterstützung. #NotOnOurFeed macht diese Ziele anhand konkreter Informationen und Angebote zugänglich und zeigt Betroffenen, ihren Familien und Fachkräften, wo sie Hilfe finden können. Dabei spielt auch die Arbeit der europäischen Safer Internet Centres (SICs), ihrer Helplines und der sogenannten Trusted Flagger (vertrauenswürdige Hinweisgeber) eine wichtige Rolle. Sie unterstützen Internetnutzer*innen dabei, schädliche Inhalte zu erkennen, zu melden und damit umzugehen.
Für die Kampagne stellt das europäische Insafe-Netzwerk der Safer Internet Centres unter anderem ein Toolkit mit praktischen Materialien zum Thema Cybermobbing bereit. Diese können beispielsweise genutzt werden, um das Thema mit Kindern und Jugendlichen zu besprechen oder die Präventionsarbeit in Schulen und pädagogischen Einrichtungen zu unterstützen.
Auch Jugendliche selbst sind eingeladen, sich einzubringen: Im Rahmen eines Jugendwettbewerbs stehen derzeit 30 kreative Beiträge von Jugendlichen aus ganz Europa zur Abstimmung. Sie zeigen unterschiedliche Ideen, Erfahrungen und Perspektiven zum Thema Cybermobbing.
Die Kampagne bietet darüber hinaus ein Video, ein kompaktes und leicht verständliches Infoblatt zum EU-Aktionsplan gegen Cybermobbing sowie verschiedene Webinare für Eltern und pädagogische Fachkräfte.
Alle Informationen, Materialien und Kampagneninhalte sind auf der Webseite der #NotOnOurFeed-Kampagne zu finden.
Jetzt noch anmelden zur klicksafe Schulstunde und zum Webseminar!
In dem interaktiven Livestream-Bildungsformat erarbeitet klicksafe gemeinsam mit Schüler*innen, warum Cybermobbing uns alle betrifft. Die Schüler*innen lernen dabei, Cybermobbing zu erkennen, die Dynamiken dahinter zu verstehen und bei Vorfällen nicht wegzusehen. Die klicksafe Schulstunde und das dazugehörige Lehrmaterial werden in Kooperation mit der Aktion Mensch und der Nummer gegen Kummer umgesetzt. Durch die Übersetzung in Gebärdensprache und Schrift wird eine Teilnahme für alle ermöglicht. Auch die Begleitmaterialien werden in Einfacher Sprache verfügbar sein. Die Anmeldung ist noch möglich und mit keinen Kosten verbunden. Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Schulklasse am 17. September um 10 Uhr zur klicksafe Schulstunde begrüßen zu dürfen!
→ Weitere Informationen und Anmeldung
Passend zur Schulstunde bietet klicksafe am 15. September auch ein Webseminar für Lehrkräfte an, das sich vertiefend mit dem Phänomen Cybermobbing auseinandersetzt. Es zeigt auf, wie Cybermobbing frühzeitig erkannt, Opfer geschützt und eskalierende Dynamiken systemisch bearbeitet werden können. Alle Lehrkräfte, die mit ihren Klassen an der klicksafe Schulstunde teilnehmen, können sich mit diesem Webseminar ideal thematisch auf die Schulstunde vorbereiten. Selbstverständlich können Sie die Online-Veranstaltung aber auch unabhängig von der klicksafe Schulstunde zur Fortbildung im Bereich Cybermobbing nutzen.