Ob Konsole, Computer oder Smartphone: Digitale Spiele sind bei vielen Kindern und Jugendlichen ein beliebtes Hobby. Sie bieten Unterhaltung, Herausforderungen und die Möglichkeit, gemeinsam mit Freund*innen und anderen Spieler*innen Zeit zu verbringen. Für Eltern lohnt es sich deshalb, die Gaming-Welt ihrer Kinder kennenzulernen und sich mit möglichen Chancen und Risiken auseinanderzusetzen.
Die neue Infobroschüre „Was spielt mein Kind da eigentlich? Digitale Spiele – Tipps für Eltern“ von klicksafe in Kooperation mit dem Spieleratgeber-NRW gibt Eltern zehn praktische Tipps. Drei Themen daraus stellt klicksafe hier beispielhaft vor.
Spielzeit: Regeln, die zum Familienalltag passen
Wie lange darf gespielt werden? Und was gilt, wenn das Kind gerade mitten in einer spannenden Runde steckt? Gemeinsam vereinbarte Regeln geben Orientierung und können dabei helfen, Streit über die Mediennutzung zu reduzieren. Wichtig ist, dass die Regeln nachvollziehbar sind und zum Alter des Kindes passen.
Bei jüngeren Kindern können feste Nutzungszeiten oder Mediengutscheine sinnvoll sein. Jugendliche können dagegen schrittweise mehr Verantwortung übernehmen, etwa mit einem gemeinsam vereinbarten wöchentlichen Zeitkonto.
Das können Eltern tun:
- Vereinbaren Sie feste Nutzungszeiten, die auch unterwegs gelten.
- Halten Sie die Absprachen konsequent ein und erklären Sie Ihrem Kind die Gründe für Einschränkungen.
- Achten Sie darauf, dass neben dem Gaming auch andere Aktivitäten und Interessen nicht zu kurz kommen.
Sicherheit: Die richtigen Einstellungen nutzen
Smartphones, Konsolen und Computer bieten zahlreiche Jugendschutz- und Sicherheitseinstellungen. Damit lassen sich beispielsweise Altersgrenzen festlegen, Nutzungszeiten begrenzen, Online-Käufe einschränken oder Kontakte und die Privatsphäre verwalten.
Technische Einstellungen sind dabei eine wichtige Unterstützung, ersetzen aber nicht die Begleitung durch die Eltern. Während jüngere Kinder mehr Schutz benötigen, können Jugendliche Schritt für Schritt an einen selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien herangeführt werden.
Das können Eltern tun:
- Richten Sie für Ihr Kind ein eigenes Konto ein und geben Sie das richtige Alter an.
- Nutzen Sie Jugendschutzfunktionen, um ungeeignete Inhalte, Kontakte oder Käufe zu beschränken.
- Informieren Sie sich über die Sicherheitseinstellungen unter www.medien-kindersicher.de.
Kosten: In-Game-Käufe im Blick behalten
Viele Spiele bieten In-Game- oder In-App-Käufe an. Digitale Gegenstände, Spielvorteile oder Abonnements können schnell viel Geld kosten – auch wenn es sich zunächst nur um kleine Beträge handelt. Manche Spiele nutzen zudem sogenannte Dark Patterns, um Spieler*innen zu weiteren Käufen zu bewegen.
Klare Absprachen helfen, den Überblick zu behalten. Bei älteren Kindern kann ein festgelegtes Budget zudem eine gute Möglichkeit sein, den Umgang mit Geld zu lernen.
Das können Eltern tun:
- Legen Sie gemeinsam fest, ob und in welchem Rahmen In-Game-Käufe erlaubt sind.
- Vereinbaren Sie gegebenenfalls ein festes Budget und eine Obergrenze.
- Deaktivieren Sie in den Geräteeinstellungen Käufe, wenn diese nicht erlaubt sind, und hinterlegen Sie möglichst keine Zahlungsdaten auf dem Spielgerät.
Noch mehr Tipps für Eltern
Spielzeit, Sicherheit und Kosten sind nur drei der Themen, die die Broschüre aufgreift. Insgesamt bietet „Was spielt mein Kind da eigentlich? Digitale Spiele – Tipps für Eltern“ zehn kompakte Tipps für die Medienerziehung, unter anderem zu den Themen Altersfreigaben, digitale Spielkontakte, problematisches Spielverhalten sowie Streaming- und Videoplattformen.
Die überarbeitete Broschüre umfasst 20 Seiten und kann ab sofort heruntergeladen oder als gedrucktes Material bestellt werden. Bis zu 25 Exemplare sind kostenfrei erhältlich, danach beträgt der Unkostenbeitrag 0,10 Euro pro Stück.
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