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14.10.2022 | Medienkompetenz

Sorgen der Eltern über Onlinesicherheit ihrer Kinder steigen

77 Prozent der Eltern in Deutschland sorgen sich um die Onlinesicherheit ihrer Kinder. Insbesondere Eltern von 11- bis 14-Jährigen zeigen sich besorgt. Dabei stehen Interaktionsrisiken, beängstigende Inhalte und Nutzungszeiten im Vordergrund. Kinder und Jugendliche belastet vor allem die Sorge, Opfer von Lästereien, Beleidigungen oder Hassnachrichten zu werden. Das zeigt die aktuelle Studie „Jugendmedienschutzindex 2022“ der Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.).

Teilhabe gewinnt gegenüber Schutz an Bedeutung

Die repräsentative Befragung „Jugendmedienschutzindex“ untersucht, wie Onlinesicherheit von Heranwachsenden im Alter von 9 bis 16 Jahren in den Sorgen, den Einstellungen, den Fähigkeiten und dem Handeln von Eltern sowie von Kindern und Jugendlichen verankert ist. Erstmals lagen mit dem Jugendmedienschutzindex 2017 dazu empirische Ergebnisse vor.

71 Prozent der Eltern stimmen der Aussage „Der Schutz von Kindern bzw. Jugendlichen im Alter meines Kindes ist wichtiger als ein leichter Zugang zu allen Online-Angeboten“ zu. Das zeigt eine hohe Wertschätzung des Jugendmedienschutzes. Technische Maßnahmen, wie z.B. Jugendschutzeinstellungen an Geräten, halten Eltern und Kinder dabei vor allem für jüngere Altersgruppen (9- bis 11-Jährige) für sinnvoll.

Trotz dieser überwiegend schutzorientierten Grundhaltung ist Eltern und Kindern der freie Zugang zu allen Online-Angeboten im Vergleich zu 2017 deutlich wichtiger geworden. Viel Zustimmung erfährt auch die Annahme, Kinder und Jugendliche seien am besten geschützt, wenn sie wüssten, wie sie sich selbst schützen können.

Jugendmedienschutz als gemeinsame Verantwortung

92 Prozent der Eltern sehen sich selbst in der Pflicht, ihre Kinder vor Risiken und negativen Erfahrungen im Netz zu schützen. Allerdings sehen sie auch Medienanbieter, Politik und Aufsichtsgremien in der Mitverantwortung.

Die Ergebnisse zeigen ein insgesamt rückläufiges Engagement der Eltern in Bezug auf den Schutz ihrer Kinder vor Online-Risiken. Eltern von 9- bis 10-Jährigen engagieren sich gleichbleibend hoch wie 2017. Nehmen Eltern Schutzmaßnahmen vor, dann setzen sie vor allem zeit- und inhaltebezogene Regeln, beachten Alterskennzeichen und sprechen mit ihren Kindern über die Online-Nutzung.

Über die Studie

Die FSM ist Herausgeber der Studie „Jugendmedienschutzindex“, die von den unabhängigen Forschungseinrichtungen Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) und JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis durchgeführt wurde. Befragt wurden 805 Eltern und ihre Kinder (9–16 Jahre) repräsentativ für Deutschland im Zeitraum von März bis Mai 2022.

Weitere Informationen zum Jugendmedienschutzindex finden Sie online unter www.jugendmedienschutzindex.de.


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[info]@klicksafe.de


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