Wer Spotify vor allem als Musik-App kennt, übersieht, dass Kinder und Jugendliche dort auch mit anderen Inhalten wie ungeeigneten Videos in Kontakt kommen können. Darüber hinaus sind mittlerweile Funktionen in die Plattform integriert, die beispielsweise den Kontakt mit anderen Nutzer*innen ermöglichen. Damit können Kinder und Jugendliche auf Spotify unter anderem auf problematische Songs und Podcasts, extremistische oder selbstgefährdende Inhalte sowie problematische Bilder und Videos stoßen. Auch unerwünschte Kontakte zu anderen Nutzer*innen sind möglich.
Zwar bietet Spotify verschiedene Möglichkeiten, die Nutzung sicherer zu gestalten, jedoch können Kinder und Jugendliche bei einem normalen Konto die vorgenommenen Einstellungen jederzeit wieder rückgängig machen. Wer die verfügbaren Schutzmöglichkeiten umfassender nutzen und stärker beeinflussen möchte, welche Inhalte dem eigenen Kind angezeigt werden, benötigt ein kostenpflichtiges Family-Abonnement mit verwalteten Konten. Dieses kostet derzeit rund 22 Euro im Monat.
Technische Schutzmöglichkeiten sollten Eltern in jeden Fall nutzen. Eine persönliche Begleitung können technische Schutzoptionen jedoch nicht ersetzen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über mögliche Risiken und vereinbaren Sie gemeinsam Regeln für die Nutzung. Einige Tipps aus unserem neuen Themenbereich für Eltern haben wir hier zusammengestellt.
Tipps für Eltern
- Technische Schutzmöglichkeiten nutzen: Prüfen Sie die Einstellungen für unangemessene Inhalte, Nachrichten, Privatsphäre und soziale Funktionen und passen Sie diese an das Alter Ihres Kindes an.
- Gemeinsam über Inhalte sprechen: Ermutigen Sie Ihr Kind, problematische oder verstörende Songs, Podcasts, Bilder und Videos kritisch zu hinterfragen und sich bei Unsicherheit an eine vertraute Person zu wenden.
- Kontakte thematisieren: Sprechen Sie darüber, dass über Spotify Kontakte zu unbekannten Personen entstehen können. Erklären Sie Ihrem Kind, worauf es bei persönlichen Informationen und Nachrichten achten sollte.
- Cybergrooming vorbeugen: Machen Sie Ihr Kind mit der Gefahr gezielter Kontaktanbahnung vertraut und vermitteln Sie, dass es unangenehme Kontakte jederzeit beenden und sich Ihnen anvertrauen kann.
- Mediennutzung im Blick behalten: Achten Sie nicht nur auf die Nutzungsdauer, sondern auch darauf, welche Inhalte auf Spotify genutzt werden.
Weitere und ausführlichere Informationen zu Risiken, Schutzmöglichkeiten und einer altersgerechten Begleitung finden Sie in unserem neuen Themenbereich zu Spotify.