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18.01.2022 | Medienkompetenz

Cybergrooming – So können Sie das Thema im Unterricht behandeln

Cybergrooming ist ein heikles Thema, dessen Thematisierung im Unterricht eine Herausforderung darstellen kann. Wir geben Tipps, wie Sie dieses wichtige Thema dennoch bearbeiten können.

Bei Cybergrooming handelt es sich um eine Straftat, bei der sich Erwachsene das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen über das Internet erschleichen – mit dem Ziel der sexuellen Belästigung oder des sexuellen Missbrauchs. Täter*innen kontaktieren ihre Opfer über Soziale Medien, über die Chat-Funktion von digitalen Spielen oder Gaming-Portalen und geben sich als gleichaltrige Person aus. Manchmal behaupten Täter*innen auch, dass sie Modelagenten oder Profi-Gamer sind, die den Kindern und Jugendlichen zu Erfolg verhelfen wollen. Nach einigen harmlosen Chat-Nachrichten, versuchen sie an Bilder von ihren Opfern zu kommen oder ein privates Treffen auszumachen.

Folgende Fragen können beim Austausch in der Klasse hilfreich sein:

  • Was steckt hinter den Begriff Cybergrooming? Übersetzen Sie das Wort gemeinsam ins Deutsche und diskutieren Sie, wieso dieser Begriff verwendet wird. Das Wort „to groom“ kann vieles bedeuten, eine Übersetzung ist zum Beispiel „jemanden auf etwas vorbereiten“ oder „striegeln“. Was könnte das in diesem Kontext bedeuten?
  • Wer hat Erfahrungen mit problematischen Chats gemacht? Wer kennt jemanden, die oder der Erfahrung damit gemacht hat? Besprechen Sie eigene Erfahrungen der Schüler*innen mit Cybergrooming. Je nach Klasse kann es sinnvoll sein, diese Fragen mittels einer analogen oder digitalen Box (Schuhkarton, digitale Pinnwand) zu behandeln. So können die Schüler*innen ihre Erfahrungen, aber auch Fragen zu dem Thema anonym stellen.

Im Internet finden Sie zahlreiche Beispiele von Cybergrooming. Anhand dieser können Sie mit der Klasse diskutieren, ob und wie Cybergrooming erkannt werden kann. Auf handysektor.de oder auf juuuport.de finden Sie Chat-Beispiele, die Cybergrooming und die Strategien dahinter veranschaulichen.

klicksafe-Plakat „Warnsignale im Chat“

Eine weitere Möglichkeit, um Cybergrooming zu erkennen, ist das Sammeln von Alarmsignalen. Hierbei kann unser Plakat"Warnsignale im Chat" helfen. Hängen Sie das Plakat in der Klasse auf, diskutieren Sie darüber und erstellen Sie darauf aufbauend gemeinsam ein eigenes Klassenplakat. Dabei können Sie sowohl eigene Alarmsignale definieren, die auf dem Plakat nicht angesprochen werden oder weitere Beispiele für die genannten Warnsignale erarbeiten.

Dieser Text basiert auf einem Artikel unseres Partners saferinternet.at.

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Kontaktieren Sie uns, wir freuen uns, wenn wir ihnen weiterhelfen können.
[info]@klicksafe.de


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