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29.11.2023 | News

JIM-Studie 2023

Die repräsentative Studie JIM (Jugend, Internet, Medien) 2023 untersucht das Mediennutzungsverhalten der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland. Wir stellen zentrale Ergebnisse der Untersuchung vor und zeigen Tipps und Hilfestellungen beim Medienumgang für Jugendliche, Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte.


JIM-Studie 2023 in 60 Sekunden erklärt

Was die JIM-Studie zeigt

23 Prozent der Jugendlichen haben im letzten Monat ungewollt pornografische Inhalte im Netz gesehen.

58 Prozent der befragten Jugendlichen begegnen Fake News im Netz, mehr als die Hälfte beleidigenden Kommentaren und 39 Prozent Hassbotschaften. 14 Prozent haben Anfeindungen gegen sich selbst erlebt.

Im Rahmen der JIM-Studie 2023 wurden die Jugendlichen außerdem gefragt, ob und wie häufig sie im Internet sexuell belästigt wurden. 30 Prozent der Befragten gaben an, bereits sexuelle Belästigung im Netz erfahren zu haben. Mädchen (36%) sind dabei deutlich häufiger Opfer sexueller Belästigung als Jungen (24%). Sechs Prozent der Jugendlichen gaben an, dass ihnen das mehrmals pro Woche passiert. Im Altersverlauf steigt der Anteil derer, die sexuelle Belästigung erfahren mussten, immer weiter an. 

Was wir für Sie tun

Wir geben Hilfestellungen bei Hatespeech, Cybermobbing oder sexueller Belästigung.

klicksafe informiert Eltern über Chancen und Risiken sozialer Dienste und darüber, welches Mindestalter in Social Media gilt:

Sicherer in Social Media - Tipps für Eltern
Instagram ab 13 - Whatsapp ab 16 - YouTube ab 18

Im Umgang mit Cybermobbing oder sexueller Belästigung benötigen Jugendliche altersgerechte Aufklärung und Unterstützung:

Ratgeber Cybermobbing
So machst du dein Kind stark gegen sexuelle Belästiung im Netz - Tipps für Eltern

Medien und Bildung RLP liefert mit mit Play4-Toolkit und Kartenspiel innovative Medienbildungsstrategien gegen Sexismus und Diskriminierung:
Medien und Bildung RLP

Für die Aufsicht des technischen Jugendmedienschutzes ist die Kommission für Jugendmedienschutz zuständig:
kjm-online.de 

Jugendgefährdende Inhalte können außerdem über jugendschutz.net gemeldet werden.

 

Was die JIM-Studie zeigt

Die Online-Zeit steigt auf durchschnittlich 224 Minuten. Der Kommunikationsdienst WhatsApp liegt bei den Online-Angeboten weiterhin auf Platz eins.

Jugendliche verbringen in ihrer Freizeit täglich durchschnittlich 224 Minuten online. Die tägliche Online-Zeit steigt damit im Vergleich zu 2022 um 20 Minuten. Der Kommunikationsdienst WhatsApp liegt bei der Nutzung von Online-Angeboten weiterhin unangefochten auf Platz eins. 94 Prozent der Befragten gaben an, WhatsApp mehrmals die Woche zu nutzen. Die Social Media-Plattform Instagram liegt auf dem zweiten Platz, gefolgt von TikTok.

Das Smartphone ist weiterhin das wichtigstes Gerät für Jugendliche. 88 Prozent der Jugendlichen sind in ihrer Freizeit täglich online. Im Vergleich zu den letzten Erhebungszeiträumen zeigt sich hier eine Konstanz (2022: 84%, 2021: 88%).

43 Prozent der Befragten nutzen die Möglichkeit, ihre Bildschirmzeit einzusehen. Ein Viertel gab an, dass die Dauer ihrer Smartphonenutzung reglementiert ist. 

Was wir für Sie tun

Wir qualifizieren Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte für einen kompetenten und reflektierten Medienumgang.

Mithilfe eines interaktiven Quiz können Jugendliche überprüfen, wie gut sie über Instagram Bescheid wissen.Instagram-Quiz

klicksafe informiert über Chancen und Risiken sozialer Dienste und darüber, welches Mindestalter die Plattformen und fordern.
Mindestalter in Social Media

Weitere Infobroschüren für Eltern:
Was macht mein Kind eigentlich bei YouTube?
Was macht mein Kind eigentlich auf TikTok?
Influencer - Wichtige Vorbilder oder schlechter Einfluss?

 

Was die JIM-Studie zeigt

61 Prozent der Befragten gaben an, das Smartphone/Handy oftmals als Zeitfresser zu sehen.

Im Rahmen der JIM-Studie 2023 wurde auch das Themenfeld "Überdruss digitaler Kommunikation" untersucht. 36 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen sind demnach genervt von vielen Nachrichten auf dem Endgerät. Jede*r fünfte Jugendliche fühlt sich von den vielen Möglichkeiten von Social Media überfordert. Ein Drittel der Jugendlichen nimmt sich bewusst Zeit, indem sie das Endgerät ausschalten.

Insgesamt scheint das Smartphone/Handy im Vergleich zum Vorjahr subjektiv allerdings weniger Druck auszuüben.

Was wir für Sie tun

Wir geben Tipps für digitales Wohlbefinden und einen reflektierten Medienkonsum.

Mithilfe eines Quiz und Infomaterialien aus der "Ommm online"-Reihe von klicksafe können Jugendliche selbst erarbeiten, wie sie ihr digitales Wohlbefinden steigern können.
Digitales Wohlbefinden

Mit dem ReSeT-Selbsttest der Landesanstalt für Medien NRW und der Universität Duisburg-Essen können Jugendliche testen, wie die eigene Smartphone-Nutzung aussieht.
ReSeT

 

Was die JIM-Studie zeigt

25 Jahre JIM-Studie: Die Medienwelt liefert neue Chancen, aber auch neue Risiken.

Insgesamt zeigt die Studienreihe JIM in den letzten 25 Jahren einen starken Wandel im Medienalltag von Jugendlichen. Sowohl technische Veränderungen als auch gesellschaftliche Ereignisse haben Einfluss auf die Mediennutzung der Zwölf- bis 19-Jährigen. Insgesamt zeigt der Rückbllick über 25 Jahre "JIM", dass die zentralen Bedürfnisse der Jugendlichen sehr konstant geblieben sind. Kommunizieren mit dem Freundeskreis, Musik hören, Filme sehen und sich die Zeit vertreiben – diese Tätigkeiten sind nach wie vor von großer Relevanz.

Die Komplexität der Medienwelt ist durch die Vielzahl an Angeboten allerdings deutlich gestiegen. Das Medienerleben ist deutlich individualisierter und auch das Gefärdungspotential hat sich dadurch erweiter. Jugendliche benötigen demnach mehr Medien-Kompetenzen als noch vor 25 Jahren.

 

Was wir für Sie tun

Unsere Hilfsangebote für mehr Medienkompetenz.

Mit zahlreichen Hilfsangeboten, Hilfestellungen und Aktionen setzt sich die Medienanstalt Rheinland-Pfalz gemeinsam mit ihren Töchtern für mehr Medienkompetenz in allen Altersgruppen ein.

Die Aktionswoche „Woche der Medienkompetenz“ bildet eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote in Rheinland-Pfalz ab und vereint ein starkes Netzwerk an Partner*innen.
www.wmk-rlp.de

Die EU-Initiative klicksafe, die in Deutschland aus der Medienanstat Rheinland-Pfalz koordiniert wird, liefert zahlreiche Angebote und Arbeitsmaterialien für Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte.
Zu klicksafe

Im Sinne eines politischen Fitnessstudios bündelt das Democracy Gym von Medien und Bildung RLP und klicksafe elf medienbasierte Methoden für die pädagogische Praxis.
Democracy Gym

Pädagogische Methoden zum Medienkompetenzerwerb und Unterrichtsideen finden interessierte Lehrkräfte in:
Wege zum Medienkomp@ss

Die Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest, eine weitere Tochter der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, schreibt jährlich einen Wettbewerb „Medien machen“ aus, an ddem Schüler*innen unterschiedlichen Alters teilnehmen können. Kindertagseinrichtungen, Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen bietet sich so die Möglichkeit, im Wettbewerb mit anderen die eigene Arbeit besser einzuschätzen:mkfs.de/medien-machen-2

Die Offenen Kanäle in Rheinland-Pfalz bieten die Möglichkeit, sich in Schülerpraktika, Pflichtpraktika oder in Freiwilligendiensten in Mediennutzung, Medienerstellung und -gestaltung selbst auszuprobieren und weiterzubilden.
www.oktv-rlp.de

 

Über die JIM-Studie 2023

Für die aktuelle JIM-Studie 2023 wurden in ganz Deutschland insgesamt 1.200 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren befragt. Die Befragung fand von Mai bis Juli 2023 statt. Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, Medien) bildet das Medienverhalten der Jugendlichen ab und liefert Basisdaten zum Umgang der Befragten mit Medien.

Durchgeführt wird die JIM-Studienreihe vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs), eine Kooperation der Medienanstalt Rheinland-Pfalz und der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR). Alle Ausgaben der JIM-Studienreihe seit 1998 sind auf der Webseite des mpfs abrufbar: 

www.mpfs.de/studien

 

Zum Download

JIM-Studie 2023

Medienkompetenz, Medienregulierung, Medienanstalt, Studienreihe

Veröffentlicht am: 29.11.2023
Herausgeber*in: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs)

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Medienanstalt Rheinland-Pfalz - Was wir für Sie tun

Bürgermedien, Medienförderung, Medienkompetenz, Medienregulierung, Medienanstalt, Broschüre

Veröffentlicht am: 28.09.2023
Herausgeber*in: Medienanstalt Rheinland-Pfalz
pdf, 5 MB

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Kontaktieren Sie uns, wir freuen uns, wenn wir ihnen weiterhelfen können.
[kommunikation]@medienanstalt-rlp.de


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